In die Findung gehen

Früher, da ging ich immer auf die Suche. Aber das ist nicht hilfreich, im Gegenteil.

Und ich ändere nicht nur die Worte, wie ich es bezeichne. Sondern ich ändere meine innere Einstellung dazu. Das ist das Entscheidende. Aber nicht so leicht. Deshalb empfehle ich allen, mal mit den Worten anzufangen, das ist am Einfachsten. Und daraus ein Gefühl werden zu lassen. Das ist für viele nicht so leicht, denn man muß dazu seine alt eingeprägten Muster verlassen und neue Wege gehen. Wege, die man jetzt noch gar nicht erkennen kann. Das erfordert Vertrauen.

Lest einfach mal weiter, und überlegt Euch hinterher, ob das so funktionieren kann oder probiert es einfach mal aus.

Denn das mit dem Überlegen und Zweifeln, das führt zu nichts. Hab ich für mich festgestellt.

Aber glaubt mir das nicht! Einfach selbst mal ausprobieren!

Auf die Suche gehen

Das kennt wohl jeder. Man kann etwas nicht sofort nehmen, weil man es nicht da vorfindet, wo es üblicherweise ist. Warum auch immer:

  • weil man es verlegt hat
  • weil es verlegt wurde
  • weil man es verloren hat
  • weil

Dann gehen oft die Vorwürfe an andere los:

  • Wo ist das Teil, wo hast du das nur wieder hingelegt!!
  • Nie ist etwas da, wenn man es braucht!
  • Nie …

Wenn man durch diese Phase durch ist, kann man mit der Suche beginnen.

Man suchte eine Weile, und wenn man es nicht findet, dann wird man ungeduldig.

Ich geh dann erst mal aufs Klo, meine Blase entleeren. Denn die Ungeduld, die schlägt auf die Blase. Das erlebe ich jetzt seit mehr als 25 Jahren.

Wie ungeduldig alle hin und her trippeln, von einem Bein aufs andere wechseln, wenn sie mal müssen und aus irgendeinem Grund nicht können. Weil das Klo noch besetzt ist, weil sie gerade einen Vortrag auf einem Workshop halten müssen, …

Oder weil sie etwas suchen aber nicht finden können.

Wenn der Druck auf der Blase weg ist, dann kann man viel entspannter suchen. Dann hat man schon einiges an Ungeduld abgebaut.

Aber Suchen, das macht keinen Spaß und ist oft erfolglos.

Denn man muß folgendes wissen:

Die Suche erzeugt einen Mangel. Denn wenn es mir nicht mangeln würde an irgendetwas, dann würde ich es nicht suchen.

Der Mangel aber behindert das Finden.

???

Denn das Universum unterstützt dich bei deiner Suche. Aber anders, als du das gedacht hast:

Die willst gerne suchen? Wirklich? Dann lasse ich dich zuerst mal überall da suchen, wo es NICHT ist, das gesuchte. Denn dann bist du länger in dem von dir gewünschten Zustand der Suche.

Wie, du willst nicht suchen? Dir macht die Suche keinen Spaß?

Wie soll das Universum das wissen, wenn du sagst:

Ich geh jetzt mal auf die Suche nach…

Ich starte eine Expedition auf der Suche nach…

Also, ich will nicht suchen, sondern finden!

Oder suchst du so gerne? Ich nicht!

Deshalb überspringe ich jetzt die Suche und praktiziere:

In die Findung gehen

Wir haben Schuhe gesucht. Die einzige Stelle, die ich noch nicht genau angesehen hatte, war der Schuhschrank mit den Schuhkartons, wo sie sein sollten, die Schuhe. Die beiden anderen konnten die Schuhe aber nicht finden.

Ich bin dann zum Schrank gegangen und habe folgendes gedacht:

Die Schuhe sind da drin. Und ich finde sie jetzt.

Dann habe ich in alle in Schuhkartons gesehen, die groß genug waren. Und im letzten habe ich sie dann gefunden, die Schuhe. Hat weniger als 5 Minuten gedauert.

Die beiden anderen hatten da schon gesucht in dem Schrank und behauptet, da wären sie nicht…

Doch ich muß immer noch etwas tun. Ich muß finden gehen.

Es gibt aber noch Situationen, für die fiel mir noch etwas Besseres ein:

Ich lasse mich finden

Wie geht das denn?

Nun, ich gehe nur noch in Ausnahmefällen in die Findung. Denn ich lasse mich einfach von allem finden, was für mich jetzt gerade hilfreich ist, das funktioniert automatisch, dazu muß ich gar nichts tun. Ich habe das volle Vertrauen, daß das alles ganz von allein zu mir kommt.

Doch wenn ich die Findung beschleunigen will, die Zeit verkürzen will, bis mich etwas findet, bis es zu mir kommt, dann sende ich Signale aus. Damit das, was zu mir kommen will, die richtige Richtung finden und so schneller zu mir kommen kann.

Meistens gibt es die Antwort auf eine Frage ja schon. Nur kenne ich sie noch nicht.

Dann stelle ich die Frage. Dann denke ich kurz nach, und wenn ich nicht drauf komme, auf die Antwort, dann „lasse ich mich von der Antwort finden“.

Oder ich bitte meine geistigen Helfer, mir die Antwort zukommen zu lassen.

Dann mache ich anderes, und irgendwann macht es „klick“, und die Antwort fällt mir ein. Ein sogenannter „Einfall“.

Den haben Forscher oft, die lange nach einer Lösung gesucht haben auf ihr Problem.

Ich mache es ein wenig anders:

  1. Habe ich keine Probleme, sondern nur Fragen
  2. Deswegen wartet man auch nicht auf die Lösung sondern auf die Antwort
  3. Ich muß die Frage genau formulieren und dann stellen
  4. Ich überspringe die zeitaufwendige Suche nach Lösungen, ich warte einfach ab, bis die Antwort da ist

Und mit dem Einfall ist die Erfindung dann fertig.

Im Wort Erfindung klingt die ursprüngliche Vorgehensweise noch an, die ich jetzt wiederbelebe.

Statt zu suchen, erinnere ich mich einfach daran. Ich gehe in mein Innerstes und von da direkt an das Universum/die Urquelle. Die wissen die Antwort. Ich muß sie nur abfragen. Entweder selbst oder durch meine Helfer.

Je besser das gelingt, das einfache Abfragen der Antwort, desto leichter wird die Findung.

4 Gedanken zu “In die Findung gehen

  1. Ersma ist mir der Titel aufgestoßen -In die Findung gehen – hmh?, mit der Ergänzung -er- am Ende deines Geschreibsels (keine Abwertung) gehe ich voll konform, denn mein ganzes Leben habe ich niks anderes gemacht, nur mit dem kleinen Unterschied, daß es früher(in jüngeren Jahren) eher einem Zustand der Verzweiflung glich –derezeit ging ich irgendwohin, an einen schönen neutralen Ort, weg vom Quell der Orientierungslosikeit und habe ein ‚Loch in die Landschaft‘ geschaut; habe mich quasi geleert vom Durcheinander der vielen, vielen Geh-danken ….
    Heute weiß ich, das dies annodubak schon ein Hinweis war die Zeit reifen zu lassen, die Geduld zu pflegen und mir somit alle Zeit der Welt zu lassen fürs Problem. Viel wichtiger ist die richtige Fragestellung, so daß die Antwort mich finden kann; denn habe ich Chaos inner Birne bemerke ich gar nicht das die Antwort schon vor Fragestellung direkt zum greifen Nahe….(in der Ruhe liegt die Kraft, oder aber gut Ding will Weile haben pflegte meine Oma stets zu sagen..und da is wat dran)
    Im Laufe der vielen Zügklen lernte ich Dinge zu sehen, bzw zu bemerken__Dinge die meine Aufmerksamkeit erreg(t)en__; oftmals gesammelt mit irgendeinem Adjektiv wie toll, irre, oder boah versehen irgendwo verstaut und Jahre später bei völlig anderen Gelegenheiten zu irgendetwas Kreativem oder Benötigtem als verwendungsbar wied er finden….Ordnung ist mehr als das halbe Leben, zumindest im Inneren …..
    Nach dem durchlesen stellt sich mir die Frage: bekommen wir nun dieselbe?, oder die gleiche? LangArmjacke von den Jungs in den Turnschuhen

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    1. Beide in dieselbe Langarmjacke könnte etwas eng werden. Aber ich habe inzwischen gelernt, wo ich was sagen kann. Ohne daß Langarmjackenverteiler bei mir vorbeikommen… Wohne zum Glück ja nicht in Bayern. Da geht das ja jetzt ganz schnell, daß sie dich wegsperren. Ohne Richter oder Anwalt, versteht sich.

      Ich bin Software-Entwickler. Hätte ich keine starken Nerven, wäre ich wegen der ständigen Fehlersuche schon längst aus dem Fenster oder vom Dach gesprungen…

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  2. Wäre ich nicht schon vom Dach gesprungen — beim aufschlagen (aufbauen) eines Daches, welches anfangs nur zusammengesteckt, ausgerichtet und erst fixiert — rückwärts gegen den Hang, voll abgestoßen und den kippenden Hölzern den Rest gebend, direkt neben dem Kranfuß landend__ so könnte ich heute…..ouh, Konjunktiv, darf nur zum träumen verwendungsbenutzt werden. — intuitive LandeplatzFindung?, oder Glück?(was ist das?)
    War ich doch tatsächlich drei Jahre einer der Turnschuhträger während meiner Exilzeit (als alle Richtungen in den Osten wiesen) in der ehemaligen+wieder Hauptstadt, somit stelle ich fest, der schmale Hans(Holzwurm) paßt selbst mit dem mathematischen Cupferwurm nur in die gleiche Langarmjacke. Doch laß dir gesagt sein, die schönsten+ältesten Bäume finden sich auf Bonies Ränch (Carl Bonhoefer NervenAnstalt) und auch andere friedliche, meist zufriedenwirkende LochindenParkGugger.
    Irgendwie beruhigend schließlich wohne ich im Ländle; der hiesige InnenMini tilt auch hier.
    Starke Nerven sind gleich Geduld und grundsätzlich ein Novum, (also ein Muß), damit müssen zur Muse gedeiht.
    Da ich eher der Kurbeltyp bin stehe ich auf Kraftfahrzeuge mechanischer Art, nicht auf Automobile mit den vielen, vielen Cupferkabeln mit jeder Menge Solenoids und deren rumgeschalte…….für mich ist das wie PC +weichware, somit werde ich heuer die Sense(hardware) zur leichtenPflege der Scholle …. und mich von der AutomobilProblemAntwort finden lassen

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    1. Alte Bäume sind sehr gut in einer Nervenheilanstalt. Man sollte nur die Ärzte/Psychiater/Psychologen und die Medizin weglassen. Dann können die Nerven heilen und die Bäume unterstützen dabei.

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