Zum angeblichen „Strommangel“

Ich bin vom Fach. 6 Jahre der Siemens KWU bei Kraftwerksentwicklung und Bau von Großkraftwerken und 3 Jahre in der Entwicklung von Software für Energieverteiler und Verkäufer.

Mich wundern die Artikel über Black-Out-Gefahren im Strom-Netz, die auf einmal wie aus dem Nichts auftauchen.

Z.B.: https://app.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energiewende-blackout-gefahr-im-deutschen-netz-wurde-der-strom-knapp/24515468.html

Denn das ist nichts Neues und war zu erwarten.

Doch die Autoren vieler Artikel verstehen nicht viel davon, über was sie da schreiben.

Wie ich das sehe

Die Angst vor dem Strom-Blackout ist der nächste Versuch, uns Angst einzujagen, wenn denn der dritte Weltkrieg schon ausfällt und die große Hitze im Sommer wohl auch ausfällt und es bald wieder regnen wird….

Klarstellung der Ursachen

Für den Energie-Mangel in Europa sind zwei Haupt-Ursachen zu nennen:

  1. Der überhastete Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie
  2. Austrocknende Flüsse

Der Handel mit Energie an der Börse hat mit der Stromverteilung weniger zu tun.

Der Strom verteilt sich innerhalb Deutschlands in Sekundenbruchteilen, sobald eine Verbindung zum Stromnetz/zwischen den Stromnetzen hergestellt wird.

Strom muss nicht wie andere Ware langsam transportiert werden.

Allerdings müssen die Netze und ihre Verteilerkabel ausreichen, um den Strom zu transportieren. Und das Schalten von zusätzlichen Verbindungen kann einige Minuten dauern.

Die Betreiber der Strom-Netze schalten die Netze so um, daß die Spannungen im vorgegebenen Rahmen bleiben.

Die große Leistung der Strom-Netz-Betreiber ist die, das wir solche Schwankungen in Stromverbrauch und Netzspannung meistens überhaupt nicht mitbekommen. Und natürlich werden die Betreiber ständig geschult, was in Extremfällen zu tun ist. Wie Piloten auch Landungen mit Triebswerksausfällen trainieren. Das ist nichts besonderes.

Wer das letztendlich bezahlt, ist ein anderes Thema.

Wie gearbeitet wird

Aufgrund von Prognosen für Stromverbrauch und Stromlieferung werden Kraftwerke hochgefahren (eingeschaltet) und wieder heruntergefahren (ausgeschaltet). Das kann bei Großkraftwerken schon mal länger als 24h Dauern und verursacht nicht unerhebliche Kosten.

Kohlekraftwerke kann man vollständig abschalten, ebenso Wasserkraft – das geht in Minuten – und Windkraft. Die Wind-Räder stehen ja öfter mal still, obwohl das Windrad nebenan läuft.

Es gibt Speicherkraftwerke, die mittels Wassertransport auf einen Berg Strom speichern (unter Verlust) und Strom liefern können. Die werden hin- und hergeschaltet, zum Stromausgleich.

Anders ist die Lage bei Kernkraftwerken!

Kernkraftwerke werden nach der Abschaltung vom Großlieferanten zum Großverbraucher!!!

Ziat aus: https://www.iwr.de/news.php?id=25649

Mehr als ein halbes Atomkraftwerk produziert das ganze Jahr nur für den Betriebsverbrauch aller anderen AKW

Im Jahr 2013 haben die Atomkraftwerke in Deutschland rd. 97,3 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt (2012: 99,5 Mrd. kWh). Allein um den Betrieb der Kernkraftanlagen zu gewährleisten, verbrauchen die Atomkraftanlagen viel Strom, sehr viel Strom. Netto stehen nur 92,1 Mrd. kWh für den Verbrauch zur Verfügung. Der AKW-Betriebsstrom in Höhe von 5,2 Mrd. kWh für das Jahr 2013 ist höher als der gesamte Jahres-Stromverbrauch des Bundeslandes Bremen (2011: rd. 4,8 Mrd. kWh). Im Klartext bedeutet das: mehr als die halbe Jahresproduktion eines Kernkraftwerks wie Philippsburg wird nur dafür benötigt, den eigenen Betriebsverbrauch aller deutschen Kernkraftwerke zu sichern.

Zur Abschaltung stoppt man den Nuklearen Prozess in den Brennstäben, der sie aufheizt. Doch die Stäbe sind so heiß, die kühlen lange nicht ab.

Somit heißt Abschaltung bei Atomkraftwerken nur: Den Strom für die Kühlung der Brennstäbe produzieren sie jetzt nicht mehr selbst, sondern entnehmen sie dem Netz. Sie werden zu Großverbrauchern, die ZUALLERERST (!!!) beliefert werden müssen. Und das sind ungefähr 10% der gelieferten Stromleistung.

Denn wenn die Kühlung längere Zeit ausfällt, nimmt der Reaktor Schaden!

Und die Kühlung dauert noch Jahre an, je nach Bauart.

Das ist das eine.

Austrocknende Flüsse.

Was haben austrocknende Flüsse mit Kraftwerken zu tun?

Nun, die kleinen Wasserkraftwerke liefern dann weniger Strom. Aber das wird durch die Sonnenenergie teilweise ausgeglichen.

Viel gravierender ist Folgendes:

Ab bestimmten Wasserständen müssen die Kohle-Großkraftwerke abgeschaltet werden!

Denn sie sind alle wassergekühlt.

Bis auf den schnellen Brüter in Hamm. Ein inzwischen abgerissenes AKW. Das hatte einen Trockenkühlturm, der kaum Wasser verbrauchte. Er hat gut funktioniert, war aber teurer als konventionelle Wasserkühlung.

Denn „die großen Fahnen“ der Kraftwerke sind kein Rauch, sondern verdunstetes Kühlwasser aus den Kühltürmen.

Es gibt Mindeststände (Wasserpegel) der Flüsse für die Entnahme. Werden sie unterschritten, muss das Kraftwerk abgeschaltet werden. Das ist oft auch technisch bedingt, weil einfach nicht mehr genug Wasser für die Kühlung abgepumpt werden kann.

Es gibt noch eine andere Variante für die Kühlung: Das Flusswasser durch das Kraftwerk zu leiten, um zu kühlen. Das Wasser verdunstet dabei nicht, sondern wird aufgeheizt.

Das ist noch mehr vom Wasserstand des Flusses abhängig und wird deswegen immer weniger eingesetzt. Weniger und zugleich wärmeres Wasser, das kühlt irgendwann nicht mehr ausreichend.

Aluhütten

Das Schmelzen von Aluminium wird mit Strom durchgeführt. Allein ein Konzern verbraucht 1 Prozent (!) oder mehr der Stromleistung in Deutschland.

Hier nachzulesen: http://50komma2.de/ww/2018/12/20/stromspeicher-aluminium-industrie/

„Alu-Hütten könnten als Stromspeicher genutzt werden“ steht da.

Wenn man den Strom zurückgewinnen könnte.

Ich nehme mal an, die Hütten bekommen den Strom billiger, wenn im Notfall abgeschaltet werden darf.

Nur keine Angst

Trockene Sommer in Deutschland

Das alles gab es letzten Sommer auch schon, und zwar in Dauerschleife. Heiß und trocken. Niedrigwasser in den Flüssen.

Und hat da wer Panik verbreitet, daß das Stromnetz zusammenbricht? Da gab es bestimmt auch kritische Situationen. Hat nur keiner drüber berichtet. Und jetzt diese Schwemme, auch in der Zeitung.

Und waren die Gründe für die große Trockenheit natürlichen Ursprungs oder hat da jemand maninpuliert?

Das Wetter wird ständig manipuliert.

Aber damit ist jetzt Schluss.

Die Angst vor dem Strom-Blackout ist der nächste Versuch, uns Angst einzujagen, wenn denn der dritte Weltkrieg schon ausfällt und die große Hitze im Sommer wohl auch ausfällt und es bald wieder regnen wird….

Gründe für den Stromausfall Ende November 2005

Dabei ist ein großflächiger Stromausfall im Winter sehr viel kritischer. Wie ich ja aus eigener Erfahrung weiß:

https://www.wetteronline.de/extremwetter/schneechaos-in-westdeutschland-hunderttausende-ohne-strom-2005-11-25-ms

Hätte man für die Strommasten den vorgeschriebenen Stahl verwendet (hat man nicht, wie sich später herausstellte) und/oder hätte man die Leitungen durch leichte Phasenverschiebung, und damit Stromverlust = Gewinnverlust geheizt, wäre das Eis abgetaut. So machen sie das in Russland.

Hat man aber nicht, wegen Geldgier, Ignoranz und Unwissenheit…

Die Lösung: Freie Energie

Was ist „Freie Energie“ oder Raumenergie ?

Nun, es gibt Energie-Felder um uns herum, die die Physik geflissentlich ignoriert. Und wer sich als Professor/Forscher nicht daran hält, der verliert Approbation und Forschungsgelder.

Siehe z.B. hier: https://www.raum-und-zeit.com/naturwissenschaft/freie-energie/

Prof. Claus W. Turtur ist wahrscheinlich der einzige Forscher, der neben einer theoretisch mathematischen Begründung der Raumenergie auch einen eigenen Raumenergie-Konverter präsentiert hat.

Nikola Tesla hatte schon einen Energie-Wandler entwickelt, der einen sehr einfachen Aufbau hatte.

Aber er hat es geheim gehalten und wußte, warum.

Die Russen entwickeln derzeit einen einfachen Strom-Generator bis zur Serienreife.

Warum kann man davon im Netz nichts finden?

Nur auf youtube gibt es viele Videos dazu. Nicht alle sind Fakes, da sind auch wirklich funktionierende Systeme dabei.

Doch, gerade auf liebe-das-ganze gefunden:

http://liebe-das-ganze.blogspot.com/2019/07/hier-kommt-die-weltraumokonomie-zeit.html

Wenn dann jedes Haus einen oder mehrere solcher Generatoren/Wandler hätte, und die Elektroautos auch, ja, wer soll dann noch mit Stromerzeugung und Verteilung Geld verdienen?

Heizen kann man mit Strom ja auch… Schade für die Produzenten von Erdgas.

Und Diesel kann man mittels Schauberger-Trichter in seiner Garage mit Wasser, ein wenig Strom und ein wenig Technik herstellen.

Darum soll der Dieselmotor verschwinden. Nix Feinstaub!

Wer geht dann noch zur Tankstelle?

Es gibt also Gründe, warum man uns das vorenthält. Die Suchmaschinen filtern da auch kräftig mit.

Die Umweltverwüstungen bei der Herstellung von Solarzellen und PKW-Akkus wären damit auch Geschichte.

Und Flugzeuge könnten beliebig weit fliegen. Denn die Generatoren/Wandler könnte man direkt an die Turbinen anbauen.

Autos müssten nur noch in die Werkstatt, aber nie mehr zur Tankstelle. Kein Motoröl, keine Motorkühlung mehr notwendig. Elektroautos fahren lange ohne Wartung.

Schiffe fahren ja zum Teil schon mit Elektro-Motoren. Der Strom müsste dann nicht mehr von Dieselmotoren erzeugt werden.

Die Bahn braucht keine Oberleitung mehr usw.

3 Gedanken zu “Zum angeblichen „Strommangel“

  1. Hallo jpr, ein wahrlich fachkundiger Artikel zum Thema! Vielen Dank. Habe ihn mit Interesse gelesen. Es ist schon eine ehebliche Weile her (2001-2004), da habe ich selber am IER in Stuttgart in der Energiesystem-Analyse maßgeblich mit gewirkt, hauptsächlich von „Erneuerbaren Energiequellen“… bei allen Fragwürdigkeiten der Anwendung bekannter und eher unbekannter Methoden solcher Systemanalyse.
    Insofern zähle auch ich mich zu den Menschen „vom Fach“ und kann über viele derartige Artikel, die so geschrieben werden, auch übr Politiker-Äußerungen, nur den opf schütteln, trotz meiner primär agrarwissenschaftlichen akademischen Ausbildung. Die wussten schon, weshalb sie mich damals einkauften. So bin ich mit Phillipsburg als Mega-AKW-Energiesystem der GW-Klasse /stand dort mal sogar am Abklingbecken der Kernbrennstäbe, Spezialführung) bis runter zu Hausfeuerungsanlagen, Holz-Heizkraftwerken im einstelligen MW-Leistungsbereich und kleiner, Biogasanlagen etc. vertraut; ganz, ganz praktisch. Beratung von Politik, Energiekonzernen etc. sowie zahlreichen Anlagenbetreibern.

    EINEN Begriff möchte ich gerne noch einführen, der fehlte mir, und das ist die Unterteilung von Kraftwerken/Stromerzeugern in Grundlast, Mittellast und Spitzenlast. Es ist dabei m.E. eher unüblich (außer im Havariefall, bzw. entlang des gerade aktuellen Ausstiegsplans aus der Kernenergie), dass ein ausschließlich grundlasttaugliches AKW abgeschaltet wird; üblicherweise wird da eher gedrosselt, wenn das Wasserknapp wird oder wenn Netzprobleme bestehen, oder? Kohlekraftwerke sind da etwas spannender bei der Anpassung an Lastkurven bzw. bei unvorhersehbaren Netzschwankungen.
    Für die Spitzenlast (besonders Morgens, Mittags, Abends in den Haupt-Verbrauchszeiten) werden darüber hinaus nach meiner Kenntnis Lastausgleiche mit extrem teuer zu betreibenden Öl- und Gaskraftwerken (bevorzugt GuD) vorgenommen, oder? Teuer wegen dem Preis der Betriebsstoffe und den kurzen Laufzeiten/Tag. Sie lassen sich bei Bedarf innerhalb von Minuten hoch fahren.

    Ja, und schließlich, da ich schon so lange raus bin aus der Branche:
    Hast Du mehr Infos dazu, WIE genau inzwischen die Beiträge von Windenergie, PV und auch Biogasanagen und Biomasse-BHKW’s gesteuert werden, zu Zeiten von „Smart Grids“? Ich weiß noch, dass BGA’s z.B. Kompensationszahlungen vom Netzbetreiber bekommen sollten, wenn sie einer gesteuerten und befristeten Abschaltung ihres BHKW`s/Generators zustimmen (entsprechende Steuerungseinrichtungen auf der BGA) bzw. erheblich höhere Vergütungen, als gemäß EEG zugesichert, wenn sie vertraglich gezielt „Spitzenlast-Strom“ erzeugen, anstelle möglichst 24h/Tag zu liefern. Der Vorteil von Biogas liegt ja darin, dass es im Prinzip lagerfähig ist (abgesehen von möglichen Entmischungseffekten) und daher eine Biogasanlage sowohl in der Grundlast, als auch in der Spitzenlast betrieben werden kann – technisch gesehen. Wirtschaftlich wird das eben nur dann, wenn alle Parameter stimmen. Ein weiteres „Spielbein“ von Biogas besteht inzwischen in der Gasaufbereitung und Bio-Erdgaserzeugung, aber da handelt es sich um Großanlagen im Multi-MW-Bereich (ab ca. 600m³/h Biogas in Erdgasquaität), die viele Millionen EUR kosten und meist von Energiekonzernen projektiert und betrieben werden, nicht von LW-Betrieben.

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    1. Ich wollte ja keine Doktorarbeit über unser Stromnetzwerk und den Betrieb desselben schreiben, sondern nur denen Infos liefern, die sich nicht so gut auskennen.
      Der Sparzwang einerseits und die Gier mancher Betreiber andererseits haben in den letzten 10 bis 20 Jahren die Situation zugespitzt.
      Außerdem werden diese drei Kraftwerksklassen jetzt nicht mehr ausreichen, um die Situation zu simulieren.
      In den USA ist die Situation noch viel kritischer als Hierzulande. Da gab’s ja schon Blackouts, die tagelang anhielten.
      Und in vielen Ländern wird der Strom ja regelmäßig abgeschaltet, weil sie die Netze nicht stabil halten können. Da ist das völlig normal. Die können damit umgehen.

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